walltattoo - barbara vörös und andreas reichl

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text: nikolaus prokop.
walltattoo. best of

was in den siebziger jahren allgegenertig war, dann zwei jahrzehnte lang in stilistisch eher problematischen gefilden wie münzwasch-salons und sonnenstudios sein dasein fristete, erlebt nun seine wiederauferstehung: die ornament-tapete.

die mailänder möbelmesse postuliert gar eine “renaissance des ornaments”, und glaubt man designpäpsten wie philippe starck, so feiert die großformatige musterung nicht nur an der wand, sondern auch auf ihr revival. interessant wird dieser trend allerdings nicht allein durch die erneute bemühung der vergangenheit, sondern vor allem durch neue ideen und impulse, die jungen designer dem prinzip des großflächigen ornaments abzugewinnen imstande sind. sozusagen hautnah und mit einer besonderen qualität der ausführung bringen die wiener designer barbara vörös und andreas reichl von “walltattoo” ihre motive auf die fläche. gemeinsam mit dem kunden spüren sie zunächst themenwelten auf und lassen den zu gestaltenden raum auf sich wirken. in einem nächste schritt wird eine fotomontage des entwickelten motivs präsentiert, die verdeutlichen soll, wie der raum in zusammenhang mit dem wanddekor wirkt. steht schließlich das endgültige dekor fest, wird es mit dem pinsel direkt auf die wand gebracht. eine arbeitsweise, auf die die beiden designer in ihrer schrittweisen bewußtheit und behutsamkeit größten wert legen. und die durchaus mit dem ritual einer tätowierung vergleichbar ist: der zu gestaltende raum soll ebneso erforscht werden wie der menschen, der künftig darin leben wird, um ein individuelles, bleibendes mal zu schaffen: “als architekt” so sagt andreas reichl, “war es mir immer schon ein bedürfnis, die wünsche der menschen freizulegen”: ein schritt, der von auftraggeber wie ausführendem ein gewisses maß an mut und konsequenz verlangt, der im idealfall allerdings weitaus mehr schafft als reine raumdekoration und sowohl während seiner entstehung als auch nach seiner fertigstellung zu ständig neuer auseinandersetzung einlädt.